Unüberwindbare Nähe

Mit Abschied hatten wir begonnen:
Zu zweit, so sind wir autonom,
umwerfend eigenständig.

Ich besuch dich, mir befohlen
ganz spontan. Wie ist das Befinden?
Hab etwas Abwesenheit dir mitgebracht,
derweil du den Tisch mit Hunger deckst.
Die Unzulänglichkeiten sind perfekt.
Korrekt zerschlissen unser Band.

Austausch diffuser Eindeutigkeiten:
Ein Geschenk? Für mich? Wie schön!
- Danke für die Verpflichtungen.
Im Gegenzug für dich:
ein Packen Aggressionen,
vor denen ich dich schützen kann.
Soviel Stimmigkeit, die muss enttäuschen.
- Routinemäßiges Erschrecken!

Es ist die Grenze, die uns nun verbindet;
tiefe Stille, wenn wir reden.
Herausfordernd zurück-
gehalten die Angriffslust,
gezinkt ganz unverhohlen mit
unumwundener Zaghaftigkeit.
Unschuldige Sätze fallen zahlreich,
in ihrer Armut reichlich verdächtig.

Etwas an dir erinnert mich
an dich und das Entwichene.
Die Abhebemanöver,
in die wir versunken waren,
deine Geradlinigkeit
die mir den Kopf verdrehte,
verwirrend einfache Erklärungen
des dunstigen Durcheinanders,
schwelend in der Anziehung
wenn wir uns auszogen.

Fortlaufendes Festhalten -
Beständiges Zurückweichen -
unser Flugzeug war ein Absturzzeug.
Mal was Neues wiederholend
entlassen sich zwei Unbekannte
in die Gefangenschaft des
Nun-kennen-wir-uns.